Richtig herrlich…
…wie sich die Wacken-Jünger, von denen einige beim Wacken Open Air 2007 zum Ex-Wacken-Jünger geworden sein dürften, im Wacken-Forum auskotzen. Vor allem interessant, dass teilweise solche Leute am heftigsten abkotzen, die vor einigen Jahren noch zur Lemming- Fraktion gehörten, die fast alles kritiklos hingenommen haben, was die miserable Orga sich schon damals alles erlaubt hatte. Heute klingt es dann so:
1. Das ganze Gerede von wegen R steht unter Wasser, da kann man nicht campen: Lüge. Die WOA-Abzockorga hat einfach die Frühcamper auf die reservierten Flächen gelassen. Sämtliche verwirrenden News vorher waren alle gelogen, die haben sich einfach einen Scheißdreck für die Reservierer interessiert. Egal ob per news, per mail oder per Telefonanruf – lies, lies, lies.
2. Kartenverkaufsstop nach 50,000 Besuchern: Lüge, und zwar so dreist das man den Orgas stundenlang in die Fresse hauen könnte. Mindestens 100,000 Zuschauer, null Bewegungsfreiheit auf dem inzwischen für diese Massen schlichtweg winzigen Gelände. Bei Sodom war das gesamte Festivalgelände voll – bei Sodom! Viel Spass nächstes Jahr bei Iron Maiden, vielleicht bekommt man ja dann endlich Roskildezustände mit Toten, darauf anzulegen scheint man es ja dringendst. Lies, lies, lies.
3. Anfahrt – haha. Bruhaha. Bruhahaha. Ich meine, klar, wenn die Anzahl an Menschen kommt, dann geht halt garnichts mehr. Wenn man dann aber nicht mal an die schnell neu erfundenen Anfahrtswege wenigstens einen Ordner oder ein Schild aufstellt, dann geht halt wirklich garnichts mehr. Unfähig!
4. Thema Kommerz – ach, was solls. Ihr steht halt auf Pokerzelte, SMS-Service, Wackendildos, Postkarten mit eurem legendärem Schlamm und sonst einen Pups. Ich für meinen Teil steh halt eher auf Metal, aber Metal alleine scheint die Wackengier nicht zu befriedigen.
5. Mei, jetzt könnte man hier 20, 30 weitere, kleine Punkte aufzählen. So wie die geniale Idee nur einen Bändchenschalter für Besitzer von X-Mas-Tickets aufzumachen, oder das jedes Jahr weiter schrumpfende Essensangebot (Ja, es waren mehr Stände, aber halt noch weniger unterschiedliche) und was weiß ich – Scheisse, man hätte ja dieses Jahr Buch führen müssen um sich alle Punkte zu merken. Aber eigentlich fällt es ja kaum mehr ins Gewicht, allein das ihr die Menschenmassen immer weiter erhöht (Um uns danach mit Fakezahlen auf die Nerven zu gehen) führt halt zu einer einzigen riesengroßen Scheißsituation. Danke für nichts!
6. Was war gut, fragt ihr? Na die Bands und die Fans. Metaller sind halt geile Leute, die auch bei der verlogensten und schlechtorganisiertesten Veranstaltung (Gehe seit 15 Jahren auf Open-Airs, war locker auf 50) noch eine geile Party feiern. Dafür könnt ihr halt nur garnichts.
So langsam dämmert es den Metalheads wohl immer häufiger, dass Wacken zwar inzwischen die gleichen großen Bands holt wie Rock am Ring und auch alle Preise in die gleichen Höhen treibt, sich aber organisatorisch offenbar immer noch auf dem stümperhaften Level einer 10.000 Besucher-Veranstaltung auf einem absaufenden Acker bewegt. Die sanitäre Infrastruktur ist für eine Veranstaltung dieser Größe jedenfalls beschämend, dito die generelle Infrastruktur und der Service für die Fans auf dem Campground. Da kann man 1.000 Mal schreiben, dass Duschen kein Heavy Metal sei oder ein Festival kein Kindergeburtstag und angesichts des untauglichen Ackers zweckoptimistisch was von “Rain or Shine” sabbeln. Bei anderen Festivals funktioniert es einfach mit einer tatsächlichen Begrenzung der Tickets und ehrlicher Sorge (= Infrastruktur und Service) um die Sicherheit und Gesundheit der Besucher. Da gibt es eindeutige Regeln und Grenzen, die knallhart durchgesetzt werden, da man ein gutes Festival machen und nicht nur die Leute bestmöglich abzocken will. Das setzt aber voraus, dass man als Veranstalter auch der eigenen Geldgier Grenzen setzt und die Fans nicht nur als dumme Rindviecher betrachtet, die man nach Lust und Laune finanziell melken kann.
Von Fans für Fans ist auf dem Wacken Open Air jedenfalls schon lange nichts mehr, bestenfalls der Geldstrom der Besucher direkt in die Geldspeicher der Herren Hübner und Jensen, den Orga-Königen
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