Wacken 2007 (oder: Wie kann ich mehr Geld verdienen?)

Die Wacken-Veranstalter erwecken ja gerne den Eindruck, als seien die Metaller eine weitgehend homogene Masse, die voll hinter ihrer lausig organisierten Kommerz- Veranstaltung in dem Kuhdorf steht wie die Lemminge, die ihrem Anführer über die Klippe folgen. Bei Metalflirt, einer deutschsprachigen Metal-Community mit ungefähr 70.000 registrierten Benutzern, findet man hingegen im Forum einen Thread mit dem gleichen Titel wie dieser Beitrag. Prinzipiell herrschen dort 3 Meinungen vor:

  • “Zu teuer, zu groß, zu chaotisch und zu viel asoziales Gesindel.”
  • “Nach dem W:O:A 2003 nicht mehr das Geld und die Strapazen wert.”
  • “Blasphemie!!! Wackööööööön!”

Die überwiegende Mehrheit der Schreiber fühlt sich dem Wacken Open Air demnach schon lange nicht mehr verbunden oder fährt bestenfalls widerwillig hin, wenn das Billing es hergeben sollte und keine andere Möglichkeit besteht, bestimmte Bands auf anderen Festivals oder bei einer Konzert-Tour zu sehen. Nur ein sehr kleiner Teil der Schreiber zeigt Kadaver-Gehorsam und ist fast vollkommen unkritisch.

Fazit: Es wird Zeit, dass die Veranstalter des WOA nicht mehr bloß die Kohle der Fans für exklusive Verpflichtungen raushauen, sondern auch zur Verbesserung der allgemeinen Situation, z.B. auf dem Campground oder generell bei den sanitären Einrichtungen einsetzen. Ein wenig Gesundschrumpfen und mehr Fan-Freundlichkeit ohne allzeitiges Handaufhalten wäre sicher auch nicht schlecht. Sonst hätte wohl auch kaum jemand ein Problem damit, wenn man ein Jahr aussetzt oder ein finales Hammer-Festival abfackelt und sich in den Ruhestand verabschiedet.  Mindestens gleichwertige, wenn nicht bessere Alternativen zum Wacken Open Air gibt es im In- und Ausland inzwischen jedenfalls mehr als genug.

1 Comment(s)

  1. Pingback by Wacken-Spacken » Archive » “Menschen sind besser zu melken als Kühe” on 13. September 2007 12:33

    [...] die Frage, wie lange sich die Fans noch melken lassen. Wer die Diskussionen in diversen Foren und Communities verfolgt, der merkt, dass sich immer mehr Fans genervt abwenden – zu [...]

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